Zur Geschichte des BORG Auer von Welsbach

Die Bemühungen der Gemeinde Althofen, am zentralen Standort eine Höhere Schule zu errichten,  waren  1964 erfolgreich: als Expositur des damaligen Musisch-Pädagogischen Bundes-Realgymnasiums  in  Klagenfurt wurde mit einer Klasse – untergebracht noch im Rüsthaus in  Althofen – begonnen. Ziel  war es, auch der Jugend im Umkreis von Althofen nach dem Besuch der Hauptschule einen Zugang zu einer Mittelschulausbildung mit Maturaabschluss in relativer Nähe anzubieten.


Althofen bot sich  durch seine  zentrale Lage besonders gut an: die  Verkehrsverbindungen aus dem  Krappfeld, dem  Metnitz-, Gurk- und Glantal, aus dem Görtschitztal und sogar aus der benachbarten  Steiermark   waren bereits vorhanden  und wurden weiter ausgebaut.


Durch den damaligen Unterrichtsminister Dr. Piffl-Percewic wurde das Gymnasium in Althofen – nach  Tanzenberg das zweite Gymnasium im  Bezirk St. Veit an der Glan - eröffnet. Bereits im nächsten Schuljahr übersiedelte die Schule in das Schloß Töscheldorf. Hier erfolgte der  Aufbau der  Oberstufenform - vorerst noch 5-stufig. Im Sommer 1969 maturierten in Althofen die ersten Schülerinnen und Schüler: alle 21 bestanden die Reifeprüfung. Bereits im Schuljahr 1969/70 wurde das Musisch-Pädagogische Bundesrealgymnasium in Althofen eine eigenständige Schule. Als erster Direktor wurde Dr. Rainer Treven bestellt.

Schloss Toescheldorf Schloss Toescheldorf

1974 wurden in ganz Österreich aus den Musisch-Pädagogischen Realgymnasien die Oberstufenrealgymnasien.  Bald hatte man erkannt, dass mit dem an sich für eine Schule gut gelegenen Schloß Töscheldorf nicht  mehr das Auslangen gefunden werden  kann:  die Anzahl der Klassenräume war zu gering, die Ausstattung insbesondere für eine naturwissenschaftliche Richtung absolut nicht  zeitgemäß  und vor allem fehlte ein  eigener Turnsaal und Sportplatz. Die Gemeinde ging daran,  im Ort ein Schulzentrum zu planen, denn in  der  Zwischenzeit war der Schulstandort Althofen  wesentlich erweitert worden. Bereits 1980 konnte man  in das neue Gebäude – Ergebnis eines  Architektenwettbewerbes – übersiedeln. Dem Gymnasium standen  im neuen Bundes-Schulzentrum ab sofort Regelklassen und moderne  Funktionsräume in genügender Anzahl zur Verfügung.

 Bundesschulzentrum

Die Klassenzahl schwankte ständig. 1996/97 wurde mit 12 Klassen der bisherige Höchststand erreicht. Seit Jänner 1998 trägt das Gymnasium  in  Althofen den Namen "Auer von  Welsbach". Das Bundesoberstufenrealgymnasium nennt sich damit nach dem berühmten Erfinder und Entdecker Freiherr Dr. Carl Auer von Welsbach(1858-1929), der 1898 – also vor mehr als 100  Jahren – nach Treibach kam und  hier ein   industrielles Grundstück kaufte, auf dem die  späteren  Treibacher Chemischen Werke gegründet  wurden.


Seit dem Schuljahr 1999/2000 gibt es an unserer Schule das Gewerbegymnasium. Man hat die Möglichkeit, bei Flextronics International neben der Matura auch eine Lehre zu absolvieren. Dies ist ein in Kärnten einzigartiges Projekt. Mit dem Schuljahr 2001/02 wurde  –  dem Zeitgeist entsprechend und den Anforderungen unserer Zeit folgend  –  der realistische Zweig als Schulversuch in einen IKT - Zweig umgewandelt:  Die Informations - Kommunikations- Technologie hat auch am BORG "Auer von Welsbach" in Althofen Einzug gehalten.


Die bisherigen Leiter der Schule:

1964
Dr. Erhard Seiwald  -  Leiter am MUPÄD in Klagenfurt

Prof. Mag. Fritz Kulterer  -  Erster Pädagogischer Leiter am MUPÄD

1965
Prof. Dr. Fritz Turnowsky  -  Pädagogischer Leiter am MUPÄD Althofen

1969
Prof. Mag. Fritz Kulterer  -  Provisorischer Leiter

1970
Dir. Dr. Rainer Treven  -  Erster Direktor am MUPÄD Althofen

1982
Prof. Mag. Erwin Schwarz  -  Provisorischer Leiter

1983
Dir. Mag. Renate Fischer-Kraus  -  Direktorin am BORG Althofen

1997
Dir. Mag. Herbert Obmann  -  Direktor am BORG Auer von Welsbach

2010
Prof. Mag. Wolfgang Rauchenwald  -  Provisorischer Leiter